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Anmerkung unsererseits: Alle Artikel sind ohne unsere Zusammenarbeit entstanden, so dass es neben großenteils richtigen Informationen auch falsche oder auch völlig frei erfundene gibt!

In der Nr. 26 des tip Berlin vom 12. Dezember 2007, beschäftigt sich Thomas Weiland in seinem Artikel »Banküberfall« mit Partys an alternativen Örtlichkeiten, in dem wir auch vorkommen: »…Es ist Nacht. In einem Waschsalon in Prenzlauer Berg brennt noch Licht. Ein paar DJs alarmieren Freunde und Bekannte per Internet, stellen neben den Waschtrommeln ihre Anlage auf und feiern schon bald mit gut ein hundert Leuten eine Techno-Spontanparty vom Feinsten. Trotz grellen Lichts ist die Stimmung bestens. Denn es kostet ja nichts, der Sound ist gut, und Getränke kann man auch selbst mitbringen. Nach etwa zwei Stunden hat der Spaß ein Ende. Polizei rückt an und löst den illegalen Rave auf. Nicht ohne lautstarke Proteste. »Wir sind das Volk!«, ruft die Menge. Oder »Die Mauer muss weg!«. Was im ersten Moment wie eine postpubertäre Blödelei anmutet, entpuppt sich als Veranstaltung mit tieferem Hintergedanken. Die Jungs und Mädels, die sich da im Waschsalon treffen, machen das nicht zum ersten Mal. Sie wollen sich nicht vorschreiben lassen, wo man zu feiern hat, und machen daraus ein Politikum. Normalerweise nehmen sie sich Filialen eines bekannten Bankinstituts vor, deshalb nennt sich ihre beliebteste Aktionsreihe »Reclaim The Sparkasse«. Letztes Jahr zu Silvester (es war Weihnachten!) tanzten sie zum ersten Mal zwischen Geldautomaten und Kontoauszugsdruckern, danach ging es in loser Abfolge weiter. Alles funktioniert nach dem Motto: »Tanzen ist die schönste Art, sich öffentlichen Raum anzueignen.« Meistens bereiteten die Ordnungshüter dem Treiben ein Ende, aber das ist DJ Michael egal. »Wir haben hammergeile Partys, sie geben dir einen ganz anderen Kick. Egal, wie lange es geht: Das Erlebnis kann uns keiner nehmen.« (Zitat ist völlig frei erfunden!)

zeit In Nr. 28 des ZEITmagzins Leben vom 5. Juli 2007, welches sich in dieser Ausgabe ein ganzes Heft mit der Jugend 2007 beschäftigt, schreibt Lara Fritsche in ihrem Artikel »Peng, Peng, Hände hoch und wir tanzen«: » … Marc erzählt von einer anderen Party neulich, im hell beleuchteten Vorraum einer Sparkassen-Filiale in Prenzlauer Berg. Die Bässe wummerten aus zwei Boxen, die Leute schwitzten hinter beschlagenen Scheiben, im Blick die Turntables auf einem Klapptisch, im Rücken die Geldautomaten mit dem Sparkassen-Zeichen darauf und die Werbeplakate für eine kostenlose Anlageberarung. Die Absätze der Mädchen stocherten nicht wie sonst auf der Disco-Tanzfläche in Dreck, Scherben und Alkohol, sondern sie klackerten auf glänzendem Steinboden. Marc fand, das hatte Stil.
Die Veranstalter der Partyreihe ›Reclaim the Sparkasse‹ ziehen von einer Filiale zur nächsten (…) Die Sparkasse sieht es gelassen. Solange niemand belästigt und kein Eigentum beschädigt werde, greife sie nicht ein, sagt Constanze Stempel, die Pressesprecherin der Berliner Sparkasse. Und falls es doch mal dazu komme, seien die Feiernden ›immer sehr einsichtig‹, bisher jedenfalls… «


Zitty Berlin #9In der neunten Ausgabe der zitty BERLIN vom 26. April 2007 schrieb Daniel Erk in seinem Artikel Ba-ba-ba-ba-Banküberfall über ›Reclaim the Sparkasse‹: »Die Szenerie ist bizarr: In einem beliebigen, neonröhrenhellen Vorraum einer Sparkasse irgendwo in der Stadt sind ein Mischpult und zwei Plattenspieler aufgebaut. Die Musik dröhnt, auf den Bankautomaten stapeln sich Bierflaschen, und als der Bass lautstark einsetzt, beginnen die Menschen zwischen Kontoauszugsdruckern und Poster, die zum Sparen auffordern, zu jubeln. »Sparkassenrave« nennt der junge Volksmund diese Veranstaltungen, die in unregelmäßigen Abständen unter dem Titel »Reclaim the Sparkasse« stattfinden. Von den Veranstaltungen über den virtuellen Treffpunkt MySpace angekündigt, führen die Raves die alte Berliner Tradition fort, jeden sich bietenden Freiraum der Stadt zu einer Partylocation zu machen. Praktisch: Wenn einem zwischendurch das Geld für den Bierkauf beim nächsten Spätkauf ausgeht, ist der nächste Automat nie weit.«